Mindestens fünf Tote durch heftigen Wintersturm an der US-Ostküste

Sturmwellen erfassen Häuser in Massachusetts

Ein heftiger Wintersturm hat an der Ostküste der USA zu Verkehrschaos und Stromausfällen geführt und mindestens fünf Menschen den Tod gebracht. Der Sturm "Riley" überzog am Freitag große Teile der Region mit Schnee- und Regenfällen sowie starken Windböen. Betroffen war ein Gebiet von Massachusetts in Neuengland bis New Jersey.

Mindestens fünf Menschen wurden von umstürzenden Bäumen oder abgerissenen Ästen erschlagen, unter ihnen ein sechsjähriger Junge in Virginia, ein elfjähriger Junge im Bundesstaat New York und eine 77-jährige Frau in Maryland.

Mehr als 3000 Flüge wurden nach Angaben der Website "FlightAware" gestrichen, mehr als 2400 weitere verschoben. Besonders beeinträchtigt waren die Flughäfen von Boston und New York.

Am internationalen Flughafen von Washington musste der Tower wegen heftiger Winde kurzzeitig geräumt werden. Der Pilot einer Maschine der United Airlines aus Charlottesville (Virginia) berichtete von derart heftigen Turbulenzen während der Landung in Washington, dass "sich fast alle im Flugzeug übergeben mussten".

Das Bahnunternehmen Amtrak stellte den Verkehr zwischen Washington, New York und Boston ein. In der Hauptstadt bescherte der Sturm den Bundesbeschäftigten ein verlängertes Wochenende: Sämtliche Ministerien und andere Bundesbehörden wurden geschlossen. Auch viele Schulen blieben dicht.

Für weiter nördlich gelegene Gebiete von den Staaten New Jersey bis Massachusetts warnte der US-Wetterdienst vor Überschwemmungen. Zahlreiche Straßen entlang der Küste wurden gesperrt, viele Geschäfte blieben geschlossen.

Allein in Massachussetts fiel nach Angaben der Stromversorger bis zum Nachmittag in mehr als 100.000 Häusern und Wohnungen der Strom aus. In den westlichen und nördlichen Teilen des Bundesstaats New York fielen mehr als 30 Zentimeter Schnee.