Mindestens 26 Tote nach Sturm auf den Philippinen

Blick auf philippinische Insel Leyte

Auf den Philippinen sind bei Erdrutschen in Folge des Sturms "Kai-Tak" mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. 23 weitere Menschen würden nach den Erdrutschen auf der kleinen Insel Biliran zudem vermisst, teilten die örtlichen Behörden am Sonntag mit. Der Sturm war zuvor über die östlichen Philippinen hinweggefegt.

Behörden warnten am Sonntag weiterhin vor Überschwemmungen und Erdrutschen. Auf der Insel Leyte und der benachbarten Insel Samar wurden außerdem mindestens 19 Menschen verletzt, mindestens 87.700 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Tausende Reisende sitzen den Behörden zufolge fest, weil der Fährverkehr teilweise ausgesetzt war. Davon waren viele wegen des bevorstehenden Weihnachtsfestes auf dem Weg zu Verwandten. Auf den katholisch geprägten Philippinen sind die Weihnachtsferien eine beliebte Reisezeit.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden infolge von "Kai-Tak" Stromleitungen in 39 Städten beschädigt, auch Straßen und Brücken waren demnach betroffen. In der Stadt Tacloban auf Leyte gab es nach Behördenangaben Überflutungen von bis zu anderthalb Metern Höhe. Starker Wind habe außerdem dazu geführt, dass die Wasser- und Stromversorgung in der Stadt unterbrochen gewesen sei. 82 Prozent der Stadt wurden demnach überflutet.

Auf Samar und Leyte leben insgesamt rund 4,5 Millionen Menschen. Auf den Inseln hatte vor vier Jahren Super-Taifun "Haiyan" gewütet. Damals waren mehr als 7350 Menschen ums Leben gekommen oder gelten seitdem als vermisst.