Mindestens 36 Tote bei Busunglück in Peru

Einsatzkräfte am Buswrack

Bei einem Busunglück in Peru sind am Dienstag mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Der Bus kollidierte auf einer Küstenstraße nördlich der Hauptstadt Lima mit einem Lastwagen und stürzte von einer Klippe etwa hundert Meter in die Tiefe, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Menschen überlebten das Unglück mit Verletzungen.

Der Bus war mit 55 Passagieren an Bord in der 130 Kilometer nördlich von Lima gelegenen Stadt Huacho gestartet und befand sich auf dem Weg in die Hauptstadt, als sich das Unglück ereignete. Der Chef der Autobahnpolizei, Dino Escudero, sagte, bislang seien 30 Leichen geborgen worden. Sechs weitere Leichen seien entdeckt, aber noch nicht geborgen worden.

Einige Einsatzkräfte gelangten mit einem Hubschrauber zu dem umgestürzten Bus, der zum Teil ins Meer ragte. Andere Helfer seilten sich an der Felsküste zu dem Wrack ab. Die Marine unterstützte die Rettungsarbeiten mit einem Patrouillenboot. Die steigende Flut erschwerte die Arbeit der Rettungskräfte zunehmend.

Der Unfall ereignete sich 45 Kilometer nördlich von Lima an einer Stelle, die als "Teufelskurve" bekannt ist. Auf der Küstenstraße ist die Sicht wegen dichten Nebels oft eingeschränkt. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit besteht außerdem Glättegefahr.

Die peruanischen Straßen zählen zu den gefährlichsten in Lateinamerika. Im März starben bei einem Busunfall in den Anden 15 Menschen. Laut offiziellen Statistiken waren 2016 landesweit mehr als 2500 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.