13 Tote bei Hochhausbrand in Vietnam

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Zusammengeknotete Tücher als Rettungsseil

Bei einem Brand in einem Hochhaus in Vietnam sind 13 Menschen ums Leben gekommen und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden. Nach Behördenangaben brach das Feuer in der Nacht zum Freitag gegen Mitternacht in den unteren Stockwerken eines Wohnkomplexes in der Wirtschaftsmetropole Ho-Tschi-Minh-Stadt aus und breitete sich rasch in die oberen Etagen aus.

Die meisten Opfer erstickten nach Behördenangaben im Rauch, nachdem sie vor den Flammen in höhere Stockwerke des Hochhauses geflohen waren. Die Brandursache war zunächst unklar.

Im Internet verbreitete Fotos zeigten, wie Bewohner über die Balkone des Hauses gerettet wurden, während dichter schwarzer Rauch aufstieg. Die Bewohnerin Le Thi Vang sagte der Online-Zeitung "VNExpress", sie und ihre Familie seien in ihrer Wohnung im zweiten Stock durch einen lauten Knall geweckt worden. "Wir sind rausgerannt, und überall war Rauch. Wir wussten nicht, in welche Richtung wir rennen sollten, also sind wir vom Balkon gesprungen."

Medienberichten zufolge brach das Feuer offenbar in einer Tiefgarage aus, die mehrere Häuser der Anlage miteinander verbindet. Der Wohnkomplex umfasst mehrere 15 bis 22 Stockwerke hohe Gebäude.

In Vietnam kommt es häufig zu Bränden, die Brandschutzvorschriften sind lax, und die Feuerwehr ist häufig schlecht ausgerüstet. 2016 starben bei einem Feuer in einer Karaoke-Bar in Hanoi 13 Menschen, die in den schallgeschützten Kabinen gefangen waren.

gt/ju