Eine millionenschwere Superwaffe aus Deutschland soll Nordkorea bekämpfen

Jonas Lotz
taurus cruise missile

Nachdem US-Präsident Donald Trump im August dieses Jahres erklärt hatte, US-amerikanische Waffen seien „geladen und entsichert,“ stellte sich der US-Verbündete Südkorea auf einen militärischen Konflikt mit Nordkorea ein. 

Medienberichten zufolge erwog Seoul sogar „chirurgische Angriffe“ auf wichtige Ziele in Nordkorea. Zum Einsatz könnten künftig Marschflugkörper des deutschen Herstellers Taurus Systems kommen, die von koreanischen Kampfjets des Typs F-15K auf gehärtete Ziele Nordkoreas, wie zum Beispiel Bunkeranlagen, abgefeuert werden sollen. 

Ziele könnten im Umkreis von Pjöngjang liegen

Aus Militärkreisen heißt es, diese Ziele könnten im Umkreis von Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang liegen. Die Taurus-Rakete ist ein sogenannter Marschflugkörper, englisch „cruise missile.“ Dabei handelt es sich um einen unbemannten Lenkflugkörper mit einem Sprengkopf, der sich selbst in sein Ziel steuert. Durch die geringe Größe von fünf Metern und der niedrigen Flughöhe von 15 bis 100 Metern kann er nur schwer vom gegnerischen Radar und Infrarot-Sensoren erfasst werden. Im September hatte Südkorea eine Übung mit der Lenkwaffe durchgeführt und Bilder davon veröffentlicht. 

Der Marschflugkörper sprengt zunächst ein Loch in den Boden, der sogenannte „Metallpenetrator“ durchbricht anschließend die verschiedenen Decken der Anlage, bevor die Sprengladung stockwerkgenau zündet. Durch dieses Stufensystem stellen auch meterdicke Bunkerwände kein Hindernis für Marschflugkörper dar.

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