Olympia: Millionenmarke bei Tickets geknackt

Obwohl viele Tickets verkauft werden, bleiben die Zuschauerränge häufig ziemlich leer

Der Ticketverkauf bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hat die Millionenmarke geknackt.

Am Sonntag waren 1,06 Millionen Eintrittskarten verkauft. Insgesamt bieten die Veranstalter 1,18 Millionen Tickets an. Dennoch zeigten sich die Organisatoren mit der Auslastung der Arenen weiter nicht zufrieden. Viele Plätze blieben bisher leer.

Zuschauer erscheinen nicht in Stadien

"Wir sind überrascht, dass so viele Plätze nicht besetzt werden", sagte POCOG-Sprecher Sung Baik You. Etliche Ticketinhaber würden in den Stadien nicht erscheinen. Die Organisatoren versuchen die Plätze an andere Personen zu vergeben. "Vielleicht müssen wir mehr Tickets verkaufen, als wir Plätze haben", meinte Sung.

IOC-Sportdirektor Christophe Dubi zeigte sich ebenfalls mit dem Ticketverkauf zufrieden und lobte die Organisatoren. "Das OK hat auf Probleme gut reagiert. Als es am Anfang kalt war, wurden neue Heizungen installiert. Als Busse fehlten, wurden neue Fahrzeuge eingesetzt. Die Zusammenarbeit ist gut", sagte Dubi. (SERVICE: Der Zeitplan bei Olympia)

Bedingungen in Pyeongchang ungünstig 

Generell seien die Bedingungen für die Organisatoren im kleinen Landkreis Pyeongchang schwierig. "Man muss alle Ressourcen hier hinschaffen. Jedes Zelt, jeder Anhänger, jeder Stromanschluss musste hier hochgebracht werden. Das war eine besondere Leistung", sagte Dubi. Diese Schwierigkeiten würden in größeren Olympia-Städten wie Peking (Gastgeber der Winterspiele 2022) nicht auftreten.


Für Wirbel sorgte derweil OK-Präsident Lee Kee Heung. Er hatte sich im Skilanglauf-Center von Alpensia auf Plätze gesetzt, für die er keine Akkreditierung hatte und die Mitgliedern der Olympischen Familie vorbehalten waren. Als ein Volunteer ihn aufforderte, den Platz zu verlassen, soll Lee laut und ausfallend geworden sein. Später entschuldigte sich der OK-Präsident für sein Fehlverhalten. (SERVICE: Der Medaillenspiegel)