Millionen Euro Verlust: Mietvertrag für das Tetrapak-Gelände fristlos gekündigt

Auf dem ehemaligen Tetrapak-Gelände sollten 1100 Flüchtlinge Platz finden. Bis heute blieben die Hallen leer

Seit 2015 läuft der Mietvertrag für das ehemalige Tetrapak-Gelände in Reinickendorf. Jährlich zahlt das Land Berlin 1,5 Millionen Euro. Eigentlich sollten auf dem Gelände Flüchtlinge untergebracht werden, das ist nie passiert. Der Grund: zu hohe Umbaukosten. Nun hat die landeseigene Immobiliengesellschaft Immobilienmanagement GmbH (Bim) den Mietvertrag fristlos gekündigt - gegen die vertragliche Vereinbarung. Eine Ausstiegsklausel ist nicht enthalten. Demnach müsste das Land Berlin bis Ende 2018 Miete zahlen. Die Bim hält nun dagegen. Wie sie den Ausstieg aus dem Vertrag rechtfertigt, dazu wollte sich Sven Lemiss, Geschäftsführer der Bim, nicht äußern: "Wir sehen aber ernsthafte Chancen."

Bis Ende 2018 wären insgesamt Mietkosten von 6,2 Millionen Euro fällig. Laut Lemiss würden mit Kündigung des Mietvertrages die Hälfte der Kosten entfallen. 3,1 Millionen Euro musste das Land Berlin bereits für das für Flüchtlingsunterbringung ungenutzte Gelände zahlen. Ob sich die Kündigung durchsetzen lässt, ist bislang noch unklar. Der Eigentümer, die Immobilienfirma Capital Bay, wollte sich auf Anfrage noch nicht äußern. "Den Eingang der Kündigung können wir aber bestätigen", heißt es hier.

Keine Ausstiegsklausel, eine zu lange Mietdauer von mehr als drei Jahren: Immer wieder hatte es Vorwürfe gegen die Bim und die Vertragsbedingungen gegeben. "Ob die stillgelegte Fabrikhalle tatsächlich wirtschaftlich als Unterkunft für Flüchtlinge zu nutzen gewesen wäre, stand offenbar bei der Unterschrif...

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