Millionen Euro Schaden: So skrupellos arbeitet die Pflege-Mafia in Berlin

Ambulante Pflege (Symbolbild)

Der Kampf gegen die Pflege-Mafia ist nicht ungefährlich. Davon berichten Kontrolleure aus den Bezirken. Mitarbeiter sind bei ihrer Arbeit bereits massiv bedroht und eingeschüchtert worden. Das erfuhr die Berliner Morgenpost aus Senatskreisen. "Man bekommt dann zu hören, dass man wisse, mit welchem Auto man gekommen sei, wo man wohne und wie man heiße", sagt einer, der gegen den Betrug bei Pflegeleistungen kämpft.

Laut Landeskriminalamt (LKA) kann für einige Pflegefirmen eine Verbindung zur organisierten Kriminalität hergestellt werden. Hierfür stehen etwa die Einrichtung von Scheinfirmen im In- und Ausland, eine banden- und gewerbsmäßige Begehungsweise, hierarchische Strukturen innerhalb der Gruppen, eine enge Verflechtung der Beteiligten mit der Glücksspielbranche – und die Anwendung von Gewalt.

Im Fokus der Ermittlungen, die bereits seit zehn Jahren andauern, stehen vor allem osteuropäische Pflegedienste. Bei den Beschuldigten handele es sich fast ausnahmslos um Personen aus der ehemaligen Sowjetunion. Auffällig sei vor allem die hohe Anzahl von Firmenchefs aus der Ukraine. In dem LKA-Bericht heißt es: "Es zeichnet sich ein System ab, in welchem von Berlin ausgehend deutschlandweit ein Netzwerk von Pflegedienstunternehmen eingerichtet und betrieben wird, das mit mehreren Varianten des Abrechnungsbetruges, der Hinterziehung von Abgaben und Steuern und daraus folgender Geldwäsche vorgeht und eine ganze Wirtschaftsbranche beschädigt." Handelnde Perso...

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