Eine Million Amerikaner protestieren – aber Trump interessiert etwas ganz anderes

Susanne Klaiber
* US-Prasident Trump hat sich am Tag nach Massenprotesten gegen Waffengewalt im ganzen Land auf Twitter geaußert
  • US-Präsident Trump hat sich am Tag nach Massenprotesten gegen Waffengewalt im ganzen Land auf Twitter geäußert
  • Aber nur zu dem, was nach seiner Logik wirklich wichtig ist – und das waren eben nicht die Proteste
  • Im Video oben: Ex-US-Vizepräsident greift Trump öffentlich an: “An der Highschool würde ich ihn grün und blau schlagen”

Was macht ein Präsident, wenn an einem Tag mehr als eine Million seiner Bürger auf die Straße gehen, um zu protestieren? Wenn ein Thema die Menschen des Landes, für das er Verantwortung trägt, so aufrüttelt wie offenbar keines seit 40 Jahren?

Richtig.

Er fährt in sein Luxusanwesen, 1000 Meilen vom größten Protest entfernt. Ist ja schließlich Wochenende. 

Und weil ein Präsident natürlich auch am Wochenende Staatschef ist, äußert er sich eben vom Sofa aus zu den wichtigen Dingen, die in seinem Land passieren.

Also nicht zum Protest. Der ist ja nicht so wichtig.

Wer mit der Einstellung auf die Straße geht, man müsse den Waffenbesitz einschränken, scheidet als Trump-Wähler schließlich aus. Als Businessman hat Trump einen Blick für Zielgruppen.

Nebensächlichkeiten also immer schön ans Personal delegieren. 

Mehr zum Thema:Trumps Sprecherin thematisiert die Anti-Waffen-Demos – und entlarvt damit ihren Chef

Also twittert der Präsident am Tag nach den Protesten ...

... über den Polizisten in Frankreich, der sein Leben riskiert und verloren hat, als er sich einem islamistischen Geiselnehmer auslieferte, um andere zu retten. Und der damit nach Trump’scher Logik nicht anderes bewiesen hat, als dass man besseren Grenzschutz braucht, damit solche schießenden Subjekte gar nicht erst ins Land kommen.

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