Millionär werden: Gar nicht so besonders

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Reicher Mann hält Geldsäcke Millionär Dividende
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Millionär zu werden ist etwas ganz Besonderes? Ja, in Teilen schon. Wenn man als Sparer, erfolgreicher Berufstätiger oder Investor diesen Meilenstein erreicht hat, darf man sich zumindest so bezeichnen. Vielleicht ist das etwas, worauf so mancher Wert legt.

Aber lass uns heute auf zwei Aspekte blicken. Sie zeigen, dass Millionär zu werden eigentlich gar nicht so besonders ist. Es gibt jedenfalls schon jetzt eine Vielzahl von Menschen hierzulande, die sich so bezeichnen können. Zudem könnte dieser Begriffes, na ja, an Wert verlieren. Lass uns das im Folgenden ein wenig näher ausführen.

Millionär werden: Einer von 1,535 Millionen

Millionär zu werden ist etwas Besonderes? Ja, aber ganz ehrlich: Inzwischen gehören alleine hierzulande sehr, sehr viele Menschen zu diesem Kreis. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete Mitte des Jahres, dass die Anzahl der Millionäre zuletzt auf 1,535 Millionen angestiegen sei. Alleine in Deutschland. Das ist zugegebenermaßen eine nicht ganz geringe Zahl.

Vor allem nicht, wenn wir diese Zahl relativ sehen. Gemessen an einer Gesamtbevölkerung in Höhe von 83,24 Millionen heißt das, dass rund 1,84 % der Menschen hierzulande eine Eins mit sechs Nullen an Vermögen besitzen. Ohne Zweifel ist das eine Menge.

Fast jeder Fünfzigste hierzulande gehört daher zum Kreis der Millionäre dazu. Natürlich bedeutet das im Gegenzug, dass es 49 andere gibt, die nicht dazugehören. Es ist auch weiterhin die Mehrheit. Aber es ist nicht mehr selten oder eine Seltenheit. Für mich ist das eine erste wertvolle Erkenntnis an dieser Stelle.

Rechnen wir ein bisschen herum

Millionär zu werden ist heute außerdem etwas anderes, als es vor fünf, vor zehn oder vor 20 Jahren gewesen ist. Davor vor allem, weil wir eine neue Währung bekommen haben. Trotzdem und auch unabhängig von der Währung mit Blick auf den Euro: Die Bedeutung verändert sich.

Schuld ist die Inflation. Während die Million selbst keine Veränderung erfährt, so ist es der Wert, den sie bemisst. Wenn wir beispielsweise von einer Inflation von 2 % pro Jahr ausgehen, so heißt das, dass die heutige Eins mit den sechs Nullen in zehn Jahren lediglich noch das 0,817-Fache dessen wert ist. In 20 Jahren läge der Wert lediglich noch beim 0,667-Fachen.

Ohne Zweifel ist Millionär werden daher ein Erfolg. Aber einer mit einer abnehmenden Bedeutung. Auch das ist für mich ein Anzeiger dafür, dass dieser Meilenstein in Zukunft vielleicht nicht mehr so wichtig ist. Die Anzahl der Menschen, die schon heute die Eins mit den sechs Nullen besitzen, ist ebenfalls ein Indikator für diese These.

Der Artikel Millionär werden: Gar nicht so besonders ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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