Milliarden-Geschäft mit Emotionen: Apple könnte schon bald wissen, was ihr fühlt

Matthias Lauerer
gesichtserkennung laptop internet

„Wir haben keinen Dialog gebraucht, wir hatten Gesichter“, sagte Billy Wilder. Wie recht der Regisseur hat. Denn die Mimik erweckt unsere Gesichter. Ein Lächeln umspielt die Lippen, die Stirn legt sich kraus. So erkennen wir, wie der andere fühlt. Was aber, wenn diese Arbeit Computersysteme übernehmen, um uns auszulesen?

Undenkbar?

Anfang 2016 kauft der Techriese Apple die Firma Emotient. Es ist unklar, wie man den Neuerwerb nutzen will. Es dürfte allerdings um einen Megatrend gehen: die Gesichtserkennung durch Rechner, die erkennen, was wir fühlen.

„Es wird große Umwälzungen geben“

Google und Facebook arbeiten an ähnlichen Systemen. Weshalb? „Es wird große Umwälzungen geben, wenn der sinnvolle Dialog zwischen Maschinen und Menschen funktioniert“, sagt der Apple-Chef.

Der Konkurrent heißt Affectiva. Dort erfährt man auf der Webseite, dass die Software Affdex bereits über 5,3 Millionen Gesichter studierte. „Wir haben das exakteste Gesichts-Decoding-System, das es gibt. Es ist die einzige neurowissenschaftliche Technik, die sich in der natürlichen Umgebung der Teilnehmer anwenden lässt“, heißt es im Imagefilm.

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