Milliardärin arbeitet für 900 Euro monatlich als „Sozialarbeiterin“

Sie ist eine der jüngsten Milliardärinnen der Welt – trotzdem soll Katharina Andresen nun neben dem Studium für ein kleines Gehalt arbeiten gehen.


Eigentlich müsste Katharina Andresen ihr ganzes Leben lang keinen Finger mehr krümmen – schließlich ist die Tochter des Milliardärs und Besitzers der Ferd-Holding Johan H. Andresen selbst steinreich. Ein Leben im Luxus scheint einer der jüngsten Milliardärinnen der Welt aber zu wenig zu sein – sie scheint sich jetzt auch sozialen Themen widmen zu wollen.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, absolviert die 22-Jährige zur Zeit die Handelshochschule in Oslo – dort strebt sie einen Bachelor of Business Administration an. Die Norwegerin, deren Vermögen auf 1,1 Milliarden Euro geschätzt wird, möchte sich danach wohltätigen Zwecken widmen. Mit einem ersten Engagement hat sie aber bereits begonnen: Im Unternehmen ihres Vaters arbeitet sie als „soziale Unternehmerin“.

Ihr Vater Johan H. Andresen ist seit 1998 der Eigentümer von Ferd. (Bild: KEYSTONE/Walter Bieri)

Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Unterstützung von Flüchtlingsfamilien mit geringen Sprachkenntnissen. Andresen will zudem bei der Entwicklung von Maschinen helfen, die Kindern bei sprachlichen und körperlichen Problemen assistieren. Außerdem möchte sie ältere und demente Menschen zu Bewegung anregen. Ihr Monatsgehalt soll sich dabei auf 900 Euro belaufen.

Wie auch ihrer ein Jahr jüngeren Schwester Alexandra gehören der 21-Jährigen rund 42 Prozent des Unternehmens Ferd. Besonders das Tabak-Geschäft war lukrativ für die Familie – der Tabakkonzern British American Tobacco kaufte die Firma 2008 auf.

Andresen war nicht immer durch ihre Wohltätigkeit in den Schlagzeilen: Im November 2017 wurde sie alkoholisiert am Steuer erwischt und musste eine Strafe von 250.000 Kronen zahlen (rund 33.580 Euro) zahlen. Ihr Blutalkoholgehalt war dreimal höher als erlaubt. Kritiker bemängelten, dass die Strafe für Andresens finanzielle Verhältnisse zu niedrig ausgefallen sein solle.