Milan dementiert Ancelotti-Gerüchte

Carlo Ancelotti und Vinzenzo Montella begegneten sich zuletzt im Juli beim Champions Cup Shenzen in China

Sportdirektor Massimiliano Mirabelli vom italienischen Erstligisten AC Mailand hat Kontakte zu Carlo Ancelotti nach dessen Trennung vom FC Bayern München dementiert.

"Ancelottis Abschied beim FC Bayern tut uns menschlich sehr leid", sagte der 48-Jährige bei Sky Italia: "Aber wir haben einen Trainer, der zwar jünger, aber nicht weniger talentiert als Carlo ist."

Trainer Vincenzo Montella genieße in Mailand trotz den bisher sportlich enttäuschenden Ergebnissen vollstes Vertrauen. "Wir halten an Montella fest. Wir glauben an dieses Projekt und wollen die Reise mit ihm zu Ende bringen", sagte Mirabelli.

Zwei CL-Titel mit Milan

Nach der Entlassung des 58-jährigen Italieners bei Bayern München hatten in den italienischen Medien Spekulationen über eine mögliche Rückkehr des Trainers zum AC Mailand kursiert. "Ancelotti ist das Symbol des erfolgreichen Milan. Er hat den Klub nach dem letzten Champions-League-Sieg der Lombarden verlassen. Sein Wechsel zu den Rossoneri wäre eine Lösung, die die Fans begeistern würde", kommentierte die Gazzetta dello Sport.

Ancelotti war bereits als Spieler (1987 bis 1992) und von 2001 bis 2009 als Trainer bei den Mailändern aktiv. 2003 und 2007 gewann er mit Milan die Champions League.

Montella scherzt über Ancelotti

Montella reagierte mit einem Scherz auf die Gerüchte. Er habe ein sehr gutes Verhältnis zu Ancelotti, der ihn einst sogar gefragt habe, ob er sein Assistent werden wolle. "Wenn er möchte, kann er ja jetzt herkommen und mein Assistent werden", sagte er nach dem 3:2 in der Europa League gegen NK Rijeka am Donnerstagabend.

Bereits im Mai soll Mailands Vorstandsvorsitzender Marco Fassone Ancelotti wegen eines Wechsels angefragt haben. Nachdem dieser abgelehnt hatte, war Montellas Vertrag bis 2019 verlängert worden. Die Beziehungen zwischen Ancelotti und Mailand sollen nie abgebrochen sein - auch nicht, nachdem der langjährige Klubbesitzer Silvio Berlusconi im Frühjahr den Verein an ein chinesisches Konsortium verkauft hatte.

Die Münchner hatten Ancelotti am Donnerstag, einen Tag nach der schmerzhaften 0:3-Pleite bei Paris St. Germain in der Champions League, von seinen Aufgaben entbunden. Der Italiener war 15 Monate lang Trainer des FC Bayern und wurde in der vergangenen Saison mit dem Klub deutscher Meister.