Migrantenkonvoi aus Zentralamerika sagt Marsch bis zur US-Grenze ab

Der von einer Nichtregierungsorganisation betreute Migrantenkonvoi auf dem Weg durch Mexiko wird nicht bis zur Grenze der USA gehen. "Wir werden unsere Arbeit in Mexiko-Stadt beenden", sagte der Leiter der Organisation "People without borders". 

Der von einer Nichtregierungsorganisation betreute Migrantenkonvoi auf dem Weg durch Mexiko wird nicht bis zur Grenze der USA gehen. "Wir werden unsere Arbeit in Mexiko-Stadt beenden", sagte der Leiter der Organisation "People without borders" (Menschen ohne Grenzen), Irineo Mujica, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wiederholt gegen die "Karawane" gewettert.

"Wir haben Unterstützergruppen an der Grenze, falls Leute dort Hilfe brauchen, aber sie müssten alleine weiterreisen", sagte Mujica im südmexikanischen Matías Romero. Er organisiert die Aktion, um zentralamerikanischen Migranten zu helfen, sich vor kriminellen Banden oder schikanösen Behörden zu schützen. Der Treck startete mit zunächst 40 Menschen und umfasst mittlerweile rund 1500 Migranten, die zumeist in Bussen unterwegs sind.

Trump kritisierte die Aktion scharf und nutzt sie zur Rechtfertigung seiner Forderungen nach Abschottung. Die "Karawane" zeige, dass eine Grenzmauer nötig sei, sagte der US-Präsident. Nötig sei eine Mauer über 700 bis 800 Meilen (1100 bis 1300 Kilometer) entlang der Grenze zu Mexiko. Am Dienstag kündigte das Weiße Haus an, freiwillige Milizsoldaten der Nationalgarde zur Sicherung der Grenze einsetzen zu wollen.