Mies: „Tapetenwechsel ganz gut“

Tennisprofi Andreas Mies hält den „Tapetenwechsel“ durch die Trennung von seinem Doppelpartner Kevin Krawietz für den richtigen Schritt, schließt aber auch spätere gemeinsame Auftritte nicht aus. Dies sagte der 32 Jahre alte Kölner am Dienstag im SID-Gespräch.

"Ich denke auch, dass nach vier Jahren ein Tapetenwechsel ganz gut ist. Auf der einen Seite ist es schade, dass wir nicht mehr zusammenspielen. Wir haben uns von unten zusammen noch oben gekämpft", sagte Mies: "Aber ich sehe auch eine neue Chance darin." Krawietz hatte sich zuvor für ein Ende der Zusammenarbeit mit Mies entschieden.

Er habe in den vier Jahren Partnerschaft der French-Open-Sieger von 2019 und 2020 "auch mal meine Zweifel" gehabt, sagte Mies nun. "Speziell nach dem Zweitrunden-Aus in diesem Jahr bei den US Open habe ich nachgedacht, es mit Kevin zu beenden", so Mies: "Ich habe mich dann bewusst dagegen entschieden und wollte 2023 nochmal neu mit ihm angreifen. Kevin hat mir in Tel Aviv mehr oder weniger die Entscheidung abgenommen. Wir sind beide fein damit."

Während Krawietz künftig an der Seite des Frankfurter Davis-Cup-Spielers Tim Pütz aufschlägt, setzt Mies auf eine Zusammenarbeit mit dem Australier John Peers.

„Ich habe relativ schnell an John gedacht. Er ist ein sehr erfahrener, kompletter Doppelspieler ohne wirkliche Schwächen, hat die Australian Open gewonnen und in Wimbledon und bei den US Open das Finale erreicht“, sagte Mies.

Künftig sind er und Krawietz also Konkurrenten auf der Tour. „Die Tür, dass wir nochmal zusammenspielen, ist aber auch nicht zu“, sagte Mies: „Die ist weiterhin offen, aktuell ist die Trennung aber der richtige Schritt.“