Was Mick Schumacher über die Masepin-Affäre zu sagen hat

Christian Nimmervoll
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Der Instagram-Skandal rund um seinen zukünftigen Teamkollegen Nikita Masepin ist in der Vorweihnachtszeit eines der am heißesten diskutierten Themen in den Formel-1-Communitys auf Facebook & Co. Doch Mick Schumacher hat nicht vor, sich in die Angelegenheit, mit der er nicht das Geringste zu tun hat, reinziehen zu lassen.

2013 und 2014 waren die beiden Teamkollegen, als "Mick Junior" (so sein damaliges Pseudonym) für Tony Kart seine ersten Rennen bestritt. "Da habe ich ihn kennengelernt. Er war sehr nett, und es bestand ein gesunder Respekt zwischen uns als Teamkollegen", sagt der wohlerzogene Deutsche über den russischen Milliardärssohn, der immer mehr in die Rolle des "Bad Boy" schlüpft.

Schumacher wird im Rahmen der virtuellen FIA-Weltmeister-PK auf das Thema Masepin angesprochen. Das bringt ihn in eine verzwickte Situation. Einerseits will er Masepin und seinem Haas-Team, das auf die Masepin-Millionen angewiesen ist, nicht in den Rücken fallen. Andererseits wäre der leiseste Anschein, die "Grapschaffäre" zu relativieren, fatal für sein sauberes Image.

Doch der 21-Jährige meistert die potenziell unangenehme Situation mit der Routine eines Medienprofis. Er habe Masepin seit 2014 "ein bisschen aus den Augen verloren", sagt er - und suggeriert damit, nicht genau zu wissen, was das inzwischen für ein Mensch geworden ist. "Wir haben uns seither natürlich verändert", betont Schumacher diplomatisch.

In die Frage nach angemessenen Konsequenzen für Masepins Fehlverhalten mischt er sich nicht ein: "Ich bin mir sicher, dass sich das Team um alles andere kümmert. Das ist nichts, was mich betrifft. Ich konzentriere mich auf mich selbst und versuche, für mich bestmögliche Ergebnisse einzufahren und dabei so eng wie möglich mit dem Team zusammenzuarbeiten", so Schumacher.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.