Michael Zorc: "Müssen das erstmal einordnen" - Peter Bosz vor dem Aus?

Peter Bosz muss beim Borussia Dortmund wohl seinen Hut nehmen und über mögliche Nachfolger wird bereits spekuliert.

Sportchef Michael Zorc hat angekündigt, das historische Revier-Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04, das die Schwarz-Gelben trotz einer 4:0-Führung zur Halbzeit nicht gewannen, einer besonderen Analyse unterziehen zu wollen. 

"Das müssen wir jetzt erst einmal einordnen", sagte der Sportdirektor und machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Wir sind fassungslos über die zweite Halbzeit."

Bosz: "Mich braucht niemand aufzubauen"

Ebenjene Einordnung dürfte vor allem Trainer Peter Bosz zum Inhalt haben. Der Niederländer ist angezählt, von den letzten sechs Bundesligaspiele konnte der BVB nicht eines gewinnen. Wettbewerbsübergreifend holte man in den letzten zwölf Partien nur zehn Punkte. 

Zwar hatte Zorc vor dem Derby bei Sky noch gesagt, man wolle den Turnaround mit Bosz schaffen und es gebe keinen Automatismus, der mit dem Ausgang des Spiels zusammenhänge, die Art und Weise des bitteren Remis' lässt den Trainerstuhl aber laut den Ruhrnachrichten und der Bild mehr wackeln denn je. 

Auch Bosz selbst war nach dem Spiel um Fassung bemüht. "Wenn man sieht, wie leicht wir die Gegentore bekommen, dann hat jeder offenbar Angst vor dem nächsten Fehler gehabt. Das hat mit mangelnder Fitness nichts zu tun", zeigte er sich ratlos und wich der Trainer-Frage aus: "Ich werde weiter hart arbeiten, habe mein Leben lang hart gearbeitet. Ich werde die Mannschaft wieder aufbauen, mich braucht niemand aufzubauen. Ich habe als Trainer noch nie aufgegeben – und werde auch jetzt nicht aufgeben."

Nachdem Dortmund von den ersten sieben Bundesligaspielen sechs gewonnen hatte, ist man mittlerweile auf Platz fünf abgerutscht, der Abstand auf Tabellenführer Bayern München beträgt bereits acht Zähler. Zudem muss der BVB in der Champions League sogar um den Europa-League-Platz drei zittern.