Michael Kemmer verlässt den Bankenverband

 

Der Bundesverband Deutscher Banken (BdB) und Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer trennen sich.

Wie der Bankenverband am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt gab, verlässt Kemmer den Bundesverband deutscher Banken zum Jahresende. Die Trennung erfolge auf eigenen Wunsch hin. Als Trennungsgrund gab der Verband persönliche Gründe des 60-jährigen an. Er habe viel im Verband erreicht, wird Kemmer zitiert, jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. 

Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbandes, würdigte die Leistung Kemmers: „Meine Vorstandskollegen und ich respektieren die Entscheidung von Michael Kemmer und seinen Wunsch nach Veränderung“, so Peters. Kemmer habe „enorm viel geleistet und erreicht", dafür gebühre ihm großer Dank. Nach Informationen der “Börsen-Zeitung” erfolgt die Trennung weniger einvernehmlich. Die Zeitung sprach in ihrer Printausgabe von einem „Zerwürfnis“. Insider sähen den Grund für die Trennung im autonomen Führungsstil Kemmers. Zudem hätten sich kleinere Banken nicht mehr ausreichend vom Hauptgeschäftsführer vertreten gefühlt. 

Ab Januar wird die vakante Position im Verband mit einer Doppelspitze besetzt. Andreas Krautscheid (56) und Christian Ossig (46) werden aus der Geschäftsführung aufrücken und den Verband gemeinschaftliche aber nach Ressorts getrennt führen. 

Krautscheid wird für die Bereiche Politik, Verwaltung und Verbänden, Digitalisierung, Banktechnologie, Retail Banking, Verbraucherschutz, Steuern, Recht, Personal (London: PGH.L - Nachrichten) und Kommunikation verantworten. Ossig führt die Themenbereiche Bankenaufsicht, Bilanzierung, Unternehmensfinanzierung, Wirtschaftspolitik und Kapitalmärke, die Vertretung des Verbands in den internationalen Gremien sowie die Leitung der Einlagensicherung der privaten Banken.

 

(DW)