Michael Herbig verfilmt Vergewaltigungsdrama

Mit seinem DDR-Drama “Ballon” hat sich Michael Bully Herbig von der Comedy verabschiedet. Nun legt er mit einer weiteren wahren Geschichte nach.

Michael "Bully" Herbig nimmt sich für sein nächstes Projekt ein ernstes Thema vor (Bild: Thomas Lohnes/Getty Images)

Dass Michael Bully Herbig nicht nur Klamauk und Comedy kann, hat er mit “Ballon” bereits bewiesen. Der Film über die dramatische Flucht einer Familie aus der DDR - eine wahre Begebenheit - war bei Fans und Kritikern ein voller Erfolg und lockte 2018 mehr als 900.000 Besucher in die Kinos. Als nächstes Projekt hat er sich nun die Geschichte einer Soldatin ausgesucht, die nach einem sexuellen Übergriff für Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen will.

Ein Thema, das in Zeiten der Post-MeToo-Ära nicht nur eine enorme Relevanz hat, sondern, wie bereits “Ballon”, auf Ereignissen beruht, die sich tatsächlich zugetragen haben. “Dieses Thema ist unglaublich emotional”, sagte Herbig in einer Presseerklärung. “Ich hoffe sehr, dass dieser Kinofilm das Publikum berührt und aufrüttelt!”

Für das Drehbuch hat Michael Herbig die Filmemacherin Feo Aladag ins Boot geholt (Bild: herbX film/Marco Nagel)

Das Drehbuch in weiblicher Hand

Für das Drehbuch zeichnet Feo Aladag (“Die Fremde”) verantwortlich. Ein Drehbuch für einen Film zu schreiben, den sie nicht selbst inszenziert, ist Neuland für die Filmemacherin: “Ein Abenteuer, na klar. Aber eines, das auf beiden Seiten von Respekt und Vertrauen getragen wird.”

Rosalie Thomass gewann für "Eine unerhörte Frau" den deutschen Schauspielpreis (Bild: Isa Foltin/Getty Images)

Informationen zum Kinostart gibt es bisher nicht - auch ein Titel gibt es für das Projekt noch nicht. Wer die Hauptrollen spielen soll, steht jedoch bereits fest: Neben Friedrich Mücke, der nach “Ballon” wieder mit Michael Herbig zusammenarbeitet, wird Rosalie Thomass als junge Soldatin zu sehen sein.