Mexikos Zentralbank rechnet 2018 mit weiterem Druck auf den Peso

dpa-AFX

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Angesichts der andauernden Verhandlungen über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) sowie die Präsidentschaftswahlen rechnet die mexikanische Zentralbank im kommenden Jahr mit weiterem Druck auf die Landeswährung Peso. "Die internen und externen Umstände sind ungünstig, aber die makroökonomische Lage des Landes ist stark", sagte Notenbank-Präsident Alejandro Díaz de León in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Zeitung "El Financiero".

Der Peso war in den vergangenen Tagen stark unter Druck geraten und auf seinen niedrigsten Stand seit März gefallen. Am Dienstag kostete der US-Dollar 19,89 Pesos. Die Zentralbank weitete daraufhin den Umfang ihrer Sicherungsgeschäfte aus, um den Peso zu stützen.

Auf Betreiben der Vereinigten Staaten wird der Nafta-Vertrag zwischen den USA, Kanada und Mexiko derzeit neu verhandelt. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, aus Nafta auszusteigen, sollten die Gespräche scheitern. Die Unsicherheit über die Zukunft von Nafta sei ein großer Risikofaktor, sagte Notenbankchef Díaz de León. Mexiko profitiert stark vom Binnenmarkt in der Region. Rund 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA.