Mexikos künftiger Staatschef will bessere Beziehungen zu den USA

Mexikos neugewählter Staatschef López Obrador am 3. Juli

Mexikos designierter Staatschef Andrés Manuel López Obrador hat US-Präsident Donald Trump Vorschläge zur Verbesserung der beiderseitigen Beziehungen unterbreitet. Wie der Sieger der mexikanischen Präsidentschaftswahl vom 1. Juli am Sonntag mitteilte, plädierte er in ein an Trump gerichtetes Schreiben für ein Klima des "Respekts und der Freundschaft". Er habe darin auch Vorschläge unterbreitet, wie die Streitthemen Migration, Sicherheit und Handel bewältigt werden könnten.

Der Brief an Trump wurde der US-Delegation unter Leitung von US-Außenminister Mike Pompeo übermittelt, die López Obrador am 13. Juli in Mexiko-Stadt besuchte. In dem Schreiben nennt es der linksbürgerliche künftige Präsident ermutigend, dass er und Trump "einhalten, was wir sagen, und Widrigkeiten erfolgreich begegnen". Lopéz Obrador fügte hinzu, er warte auf Trumps Antwort. Das Schreiben veröffentliche er, "damit alle Mexikaner unsere Position zu der von uns gewünschten neuen Beziehung" zu den USA kennenlernen könnten.

Die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA machen seit Trumps Wahl zum Präsidenten im November 2016 die schlechteste Phase seit Jahrzehnten durch. Streitpunkte sind unter anderen das von Trump heftig kritisierte Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) zwischen den USA, Kanada und Mexiko sowie die Mauer, die Trump an der südlichen Grenze plant und für die er Mexiko bezahlen lassen will. Immer wieder schmähte der Immobilienmilliardär mexikanische Einwanderer pauschal als "Drogendealer" und "Vergewaltiger".

Kurz nach seiner Wahl hatte López Obrador Trump in einem Telefonat eine Verringerung der Migration in die USA im Gegenzug für Hilfen aus Washington vorgeschlagen. Trump sprach danach von einem "großartigesn Gespräch". López Obrador tritt die Nachfolge seines Vorgängers Enrique Peña Nieto von der langjährigen Staatspartei PRI (Partei der Institutionalisierten Revolution) am 1. Dezember an.