Mexikos designierter Präsident führt Gespräche mit US-Delegation

López Obrador (r.) empfängt Pompeo

Mexikos designierter Präsident Andrés Manuel López Obrador hat mit US-Außenminister Mike Pompeo und weiteren hochrangigen Vertretern der US-Regierung Gespräche über eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten geführt. "Es war ein offener, respektvoller und aufrichtiger Dialog", sagte der künftige mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard nach dem Treffen in Mexiko-Stadt am Freitag.

Thema sei unter anderem das von US-Präsident Donald Trump stark kritisierte Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta gewesen. Darüber hinaus sei über Möglichkeiten, die Migration aus Mexiko in die USA einzudämmen, gesprochen worden. Ebrard zeigte sich "einigermaßen optimistisch", dass Mexiko bessere Beziehungen mit den USA entwickeln könne. Die Mauer, die Trump zwischen den beiden Ländern plant, sei bei dem Treffen allerdings nicht thematisiert worden, sagte Ebrard.

"Wir freuen uns darauf, mit dem designierten Präsidenten Andrés Manuel López Obrador zusammenzuarbeiten", sagte Pompeo nach der Zusammenkunft. López Obrador hatte die Wahl am 1. Juli gewonnen und soll am 1. Dezember als erster linksgerichteter mexikanischer Präsident seit Jahrzehnten sein Amt antreten.

Neben US-Außenminister Pompeo waren auch Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen und Finanzminister Steven Mnuchin in Mexiko, ebenso wie Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner.

Kurz nach seiner Wahl hatte López Obrador seinem Amtskollegen Trump in einem Telefonat eine Verringerung der Migration in die USA im Gegenzug für Hilfen aus Washington vorgeschlagen. Trump lobte im Anschluss ein "großartiges Gespräch".