Mexikanische Polizei entdeckt Massengrab mit 14 Leichen

Im Norden Mexikos hat die Polizei in einer Bergregion ein Massengrab mit 14 Toten entdeckt. Wie die Staatsanwaltschaft des nördlichen Bundesstaats Zacatecas mitteilte, stießen die Beamten in der Gemeinde Valparaíso auf die Leichen von elf Männern und drei Frauen. Einige von ihnen wurden demnach erst vor kurzem getötet. Zum Teil waren die Leichen zerstückelt, andere trugen Fesseln.

Die Behörden rechneten damit, noch weitere Todesopfer an dem Ort zu finden. Sie vermuten einen Zusammenhang zu einer kriminellen Bande, die mit Raub, Verschleppung und Erpressung die Region unsicher macht.

Der Fund von Massengräbern - einige mit mehreren hundert Leichen - ist in Mexiko keine Seltenheit. Im Juni stieß die Polizei im nordöstlichen Badeort Los Cabos an der Pazifikküste auf ein Grab mit 18 Toten.

Das Land verzeichnet seit Jahren eine äußerst hohe Kriminalitätsrate; rivalisierende Banden liefern sich einen Krieg um die Herrschaft im Rauschgifthandel. Seit 2006 wurden im mexikanischen Drogenkrieg mehr als 177.000 Menschen getötet, weitere 30.000 gelten als vermisst. Auch Entführungen sind an der Tagesordnung.