Meunier über Duell mit Dani Alves: "Habe nichts zu verlieren"

Meunier fürchtet sich nicht vor seinem neuen Konkurrenten. Die Ansage der Klubbosse für die Champions League empfindet er derweil als zu forsch.

EXKLUSIV

Im Vorjahr lieferte sich Thomas Meunier mit Serge Aurier ein ausgeglichenes Duell um den Stammplatz auf der rechten Abwehrseite von Frankreichs Pokalsieger Paris Saint-Germain. Aurier, der mehrfach abseits des Rasens für Schlagzeilen sorgte, soll den Klub im Sommer verlassen, dafür bekam der Belgier mit Dani Alves einen hochkarätigen neuen Konkurrenten. Der Routinier wurde ablösefrei von Juventus geholt und Meunier ist sich der Klasse seines neuen Rivalen durchaus bewusst.

Im Gespräch mit Goal sagte Meunier über den Konkurrenzkampf mit dem mehrfachen Champions-League-Gewinner: "Davor habe ich keine Angst. Er ist ein großartiger Spieler, jeder kennt seine Qualitäten. Er hat sie bei Juventus gezeigt, vor allem in der Champions League und das trotz seines Alters. Man sollte aber allgemein nicht mehr von 'alten Spielern' sprechen, Ryan Giggs spielte zum Beispiel, bis er 41 Jahre alt war."

Keine Wette auf den Gewinn der Champions League

Meunier, der im Sommer 2016 aus Brügge nach Paris gekommen war, führte weiter aus: "Der Wettbewerb wird so sein wie mit Serge. Eine guter Wettstreit und am Ende spielt der Bessere. Ich werde daran weiter wachsen. Ich denke nicht, dass ich vor ihm liege, also muss ich arbeiten. Und ich habe nichts zu verlieren."

Nach dem Gewinn zahlreicher Titel in Frankreich in den vergangenen Jahren verpasste PSG auch im Vorjahr den ersehnten Triumph in der Königsklasse. Paris scheiterte trotz eines deutlichen Hinspielerfolgs am FC Barcelona. Für Meunier ist klar: Man braucht Geduld, um in der Champions League erfolgreich zu sein.

"Das passiert nicht über Nacht", stellte er klar. "Was die Kommunikation anging, fand ich den Verein sehr ungeduldig, als er die Champions League zur Priorität erklärte. Das ist sehr ehrgeizig, auch wenn der Klub die passenden Spieler dazu hat."

Meunier erklärte, was den Gewinn von Europas größtem Klubwettbewerb so schwierig macht: "Ich könnte 10.000 Euro darauf wetten, dass wir die Meisterschaft gewinnen. Aber ich könnte nicht einen Euro darauf setzen, dass wir die Champions League gewinnen. Es gibt einfach zu viele Faktoren und dort geht es gegen die besten Mannschaften, die über enorm viel Erfahrung verfügen. Falls wir es unter die besten vier Teams dort schaffen, wäre das für mich schon ein gutes Ergebnis."