Meta Platforms: Daher kommt der Ergebnis-Albtraum

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Meta Platforms (WKN: A1JWVX) hat, so ein Analyst in seiner Kommentierung, einen Ergebnis-Albtraum im Quartalszahlenwerk für das dritte Jahresviertel geliefert. Insbesondere das Nettoergebnis halbierte sich im Jahresvergleich fast. Auch der Ausblick bleibt zumindest angespannt. Das sind die primären Gründe, warum der Markt die Aktie dermaßen abgestraft hat.

Aber was sind die Auslöser für diesen Ergebnis-Albtraum, wie es der Analyst so treffend skizziert hat? Ich sehe jedenfalls zwei Gründe. Auch der Analyst im Übrigen, an unserer These dürfte daher durchaus etwas dran sein.

Meta Platforms: Daher der Ergebnis-Albtraum

Zunächst einmal besitzt Meta Platforms insgesamt einen leicht rückläufigen Markt. Foolishe Investoren dürften inzwischen wissen, dass der Werbemarkt ein wenig zyklisch ist. Werden die Aussichten schwieriger, so fahren Unternehmen ihre Werbebudgets zurück. Das belastet diejenigen, die maßgeblich davon profitieren. Plattformen wie Facebook und Instagram gehören primär zu diesem Kreis dazu.

Wir erkennen das insbesondere beim Umsatz. Meta Platforms präsentierte im besagten Zahlenwerk einen Umsatzrückgang von 4 % im Jahresvergleich. Das ist für mich ein starker Indikator dafür, dass eben auch der Gesamtmarkt schwächelt. Sowie das schwache Abschneiden von Peers, insbesondere Snap im Rahmen dieser Quartalsberichtssaison.

Allerdings sind die Ergebnisrückgänge dafür trotzdem überproportional. Die Investitionen in das Metaverse führen derzeit zu einem hohen Aufwand. Insbesondere Reality Labs (ein Unternehmen aus dem Konzern, das im Metaverse Fuß zu fassen versucht) wies einen Verlust von 3,7 Mrd. US-Dollar auf. Das ist wohl auch der primäre Grund, warum es eben diesen Ergebnis-Albtraum gegeben hat.

Der CEO von Meta Platforms, Mark Zuckerberg, schwor die Investoren gleichermaßen auf Geduld ein. Auch die kommenden Quartale dürften demnach mit durchwachsenen Zahlen einhergehen. Oder, wenn man es so sagen möchte: Der Albtraum geht offenbar weiter.

Value oder zerstörte Investitionsthese?

Der breite Markt geht in seinem Pessimismus inzwischen so weit, in Teilen gleich das ganze Geschäftsmodell infrage zu stellen. Zuletzt hieß es zum Beispiel, dass das Kerngeschäftsmodell nicht mehr intakt sei. Der Markt bewege sich in Richtung Reels und Videoinhalte. Auch hier musste der Konzern zuletzt nachinvestieren, um die Kernplattformen wie Facebook relevant zu halten.

Mit dem Metaverse gibt es nun den Druck, erneut richtungsweisend in einen neuen Markt zu expandieren. Aber auch das sei erforderlich, um das schwächelnde Kerngeschäft wieder auf Vordermann zu bringen. Das kann man so sehen, muss es aber nicht.

Die Kehrseite ist schließlich, dass Meta Platforms mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 16 günstig bewertet ist. Gleichzeitig investiert das Management in den Rückkauf eigener Aktien, was Werte für die Investoren schaffen sollte. Nun liegt es an dir, deinen Weg in diesem Ergebnis-Albtraum zu finden.

Der Artikel Meta Platforms: Daher kommt der Ergebnis-Albtraum ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Meta Platforms. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Meta Platforms.

Motley Fool Deutschland 2022