Mesut Özil wollte sich erklären – Medien gaben ihn zum Abschuss frei

Leonhard Landes

Mesut Özil wählte seinen eigenen Weg.

An diesem Sonntag hat der deutsche Nationalspieler seinen Rücktritt aus dem DFB-Team erklärt. Es war der letzte Part einer dreiteiligen Botschaft.

Mit seinen Stellungnahmen wollte sich Özil erklären. Zu seinen Beweggründen, sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu treffen. Zur Kritik an seiner sportlichen Leistung. Zum fehlenden Rückhalt des DFB

Nicht viele dürften damit gerechnet haben. Während die Kritik vor, während und nach der Weltmeisterschaft in Russland auf den Mittelfeldstar mit türkischen Wurzeln einprasselte, zog Özil es vor, zu schweigen. 

Die Erklärung war also längst überfällig. Und die Aufregung darum groß. 

► Doch wie die deutschen Medien über diesen Versuch Özils, seine Beweggründe aufzuklären, berichteten, war gefährlich. Denn die Berichterstattung war zunächst falsch. 

Am Anfang stand eine Falschmeldung

Die Deutsche Presse-Agentur meldete am Sonntagmittag: ”Özil: Würde Bild mit Präsident Erdogan wieder machen”. Auch der Sport-Informations-Dienst (SID) verbreitete als Eilmeldung: ”Özil: Würde das Erdogan-Foto ‘wieder machen’”.

Das Problem dabei: In der langen Erklärung des Fußballspielers stand mit keinem Wort, dass er Erdogan wieder treffen...Weiterlesen auf HuffPost