Mesut Özil: Warum Deutschland noch nicht bereit für ihn ist

Sebastian Christ

Im Video oben seht ihr die erste Stellungnahme von Özil zur Erdogan-Affäre im Wortlaut. 

Eins muss man Mesut Özil lassen: Sein Rücktritt als Nationalspieler hatte Stil.

Während beim DFB die Verantwortlichen für das WM-Desaster an ihren Stühlen kleben und Bundestrainer Joachim Löw mit fahrlässiger Ruhe die sportliche Aufbereitung verschleppt, liest Özil mit drei über den Sonntag verteilten Tweets der gesamten Nation die Leviten.

Besonders beschämend ist das, was er in seinem dritten Tweet schreibt, mit dem er am Ende sein Ausscheiden aus der DFB-Elf verkündet.

Dem Verbandschef Reinhard Grindel wirft Özil vor, er habe ihn nach dem WM-Aus der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen.

Doch auch die deutsche Fußball-Öffentlichkeit muss Kritik einstecken.

“In den Augen von Grindel und seinen Unterstützern bin ich Deutscher, wenn wir gewinnen. Aber wenn wir verlieren, bin ich Migrant”, schreibt Özil. “Gibt es Kriterien für das Deutschsein, die ich nicht erfülle? Meine Freunde Lukas Podolski und Miroslav Klose wurden niemals als Deutsch-Polen bezeichnet, warum bin ich also Deutsch-Türke?”

Und damit hat Özil Recht.

Özil bekam den Hass zu spüren – weil er Muslim ist

Sagen wir es doch ganz offen: Der Unterschied zwischen Miroslav Klose und Mesut Özil ist nicht ihr Migrationshintergrund,...

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