Messkonzern Ista nach China verkauft: 'Langfristiges Engagement'

dpa-AFX

ESSEN (dpa-AFX) - Der Wärmemesskonzern Ista ist nach China verkauft worden. Neuer Eigentümer seien zwei Unternehmen im Besitz der in Hongkong ansässigen Familie des Milliardärs Li Ka-shing, berichtete ein Ista-Sprecher am Freitag in Essen. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll der Kaufpreis bei rund 4,5 Milliarden Euro liegen. Beobachter gingen davon aus, dass es sich bei dem Investment der Firmen Cheung Kong Property Holdings Limited (CKP) und CK Infrastructure Holdings Limited (CKI) um ein langfristiges Engagement handele, hieß es. Der endgültige Abschluss des Milliardengeschäfts wird noch in diesem Jahr erwartet.

Ista erfasst bundesweit in 4,5 bis 5 Millionen Wohnungen den Heizungsverbrauch und gilt damit als Nummer zwei am Markt hinter Techem mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt. Weltweit betreut das Unternehmen mit mehr als 5400 Mitarbeitern mehr als 12 Millionen Gewerbeimmobilien und Wohnungen in 24 Ländern.

Der Finanzinvestor CVC als Haupteigentümer hatte laut Börsenkreisen seit dem Frühjahr einen Käufer gesucht. Als CVC 2013 die Mehrheit am Essener Unternehmen übernommen hatte, wurde Ista mit rund 3,1 Milliarden Euro bewertet.

Das Unternehmen wächst. In den nächsten zehn Jahren soll das Personal um 10 bis 20 Prozent aufgestockt werden, wie Ista-Chef Thomas Zinnöcker im Frühjahr angekündigt hatte. Ista ist hoch rentabel: 2015 lag das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) bei einem Umsatz von rund 810 Millionen Euro bei 167 Millionen Euro. 2016 stieg der Umsatz auf 850 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen wuchs auf rund 185 Millionen Euro.