Messerangriff in Paris: Ermittler gehen Terrorverdacht nach

Die Ermittlungen laufen in Paris auf Hochtouren: Ein Angreifer hat am Samstagabend gegen 21.00Uhr einen 29-jährigen Mann erstochen und vier weitere Menschen verletzt.

Der Täter wurde anschließend von der Polizei erschossen. Am Morgen wurde mehr über seine Identität bekannt. Der junge Mann sei offenbar 1997 in der Teilrepublik Tschetschenien im russischen Nordkaukasus geboren worden, berichteten Justizkreise. Diese werden von der Nachrichtenagentur AFP so zitiert: "Es handelt sich um einen Franzosen, der 1997 in Tschetschenien geboren wurde."

Die Eltern des Angreifers wurden in Gewahrsam genommen, um von der Polizei vernommen zu werden, hieß es weiter in Mitteilungen.

Zu seinem Motiv wurden noch keine konkreten Angaben gemacht, die Ermittler gehen unter anderem einem Terrorverdacht nach.

"Zum jetzigen Zeitpunkt, auf Basis einiger Zeugenaussagen, die feststellen, dass der Täter während seines Messerangriffs "Allahu Akbar" geschrien hat und angesichts der Art und Weise des Tatablaufs haben wir die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft von Paris eingeschaltet", erklärte der Staatsanwalt François Molins in Paris.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat die tödliche Messerattacke kurz nach der Tat für sich beansprucht . Die Ermittler wollen nun untersuchen, ob der Täter tatsächlich mit dem IS in Kontakt war oder nicht.

Die vier Verletzten sind nach Angaben des französischen Innenministers Gérard Collomb außer Lebensgefahr. "Ich habe den Schwerverletzten gesehen, dem es nun besser geht", sagte er, nachdem er die Opfer im Krankenhaus besucht hatte. Dort bedankte er sich auch bei Polizisten für den Einsatz.