Messerangreifer von Turku unter falscher Identität nach Finnland eingereist

Nach dem Messerattentat im finnischen Turku ist die Identität des Hauptverdächtigen geklärt. Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um den 22-jährigen Marokkaner Abderrahman Bouanane, teilte das Gericht in Turku am Montag mit. Er war nach Angaben der Polizei unter falschem Namen nach Finnland eingereist und hatte sich bei den Asylbehörden als 18-Jähriger ausgegeben.

Der Attentäter hatte Mitte August im Südwesten des Landes zwei Frauen erstochen. Er verletzte zudem sechs Frauen und zwei Männer, die den Opfern zu Hilfe kamen.

Der Messerattentäter, der durch Schüsse der Polizei am Bein verletzt wurde, gestand die Tat. Er bestreitet nach Angaben seines Anwalts jedoch jegliche Mord- oder terroristische Absicht. Die finnischen Behörden sprechen von einem "Terrorakt", das Motiv des Angreifers liegt aber weiter im Dunkeln. Sechs weitere Verdächtige wurden seit der Attacke festgenommen, drei von ihnen sind inzwischenr wieder auf freiem Fuß.

Medienberichten zufolge hatte der seit 2016 in Finnland lebende Hauptverdächtige dort einen Asylantrag gestellt, der abgelehnt wurde. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hielt er sich zuvor auch in Deutschland auf.