Merkels Kritik bei der Einheitsfeier: "Da wird die Demokratie angegriffen"

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat anlässlich des Tags der Deutschen Einheit einen andauernden Einsatz für die Demokratie gefordert. Demokratie sei nicht einfach da. Man müsse immer wieder und täglich für sie arbeiten.

Der zentrale Festakt fand in Halle statt. Anwesend waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und zahlreiche Spitzenpoltiker.

In ihrer Rede blickte Merkel sowohl zurück als auch nach vorn: "Der 3. Oktober 1990 steht für die Wiedervereinigung unseres Landes in Frieden und Freiheit. Diese Freiheit brach nicht einfach über uns hinein. Diese Freiheit wurde errungen. Das Land, das wir heute als wiedervereinigtes feiern, konnte werden, weil es Menschen in der DDR gab, die für ihre Rechte, ihre Freiheit, für eine andere Gesellschaft alles riskiert haben."

Merkel mahnte, manchmal werde mit den demokratischen Errungenschaften etwas zu leichtfertig umgegangen.

Man müsse Demokratie ausfüllen, schützen und leben. Denn, so Merkel: "Wir erleben in dieser Zeit Angriffe auf so hohe Güter wie die Pressefreiheit. Wir erleben eine Öffentlichkeit, in der demagogisch mit Lügen und Desinformation Ressentiments und Hass geschürt werden. Ohne Hemmung und ohne Scham. Da werden nicht nur einzelne Personen und Gruppen diffamiert. Da werden nicht nur Menschen angegriffen wegen ihrer Herkunft oder ihres Glaubens. Da wird die Demokratie angegriffen."

Den Tag der Deutschen Einheit veranstaltete Sachsen-Anhalt zum zweiten Mal nach 2003. Das traditionelle dreitägige Bürgerfest fiel Pandemie-bedingt aus. Trotzdem hatten die Organisatoren in Halle am Abend etwas vorbereitet - allerdings im Rahmen einer Multimediashow.

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