Merkel: Zweiter Dieselgipfel findet im November statt

Der zweite Dieselgipfel mit der Autoindustrie soll nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im November stattfinden. Merkel sagte bei ihrer Sommerpressekonferenz am Dienstag in Berlin, es gehe darum, Fahrverbote zu vermeiden und trotzdem die Umweltvorschriften einzuhalten. Ob der bisherige Beitrag der Autobranche ausreiche, "muss man besprechen".

Die deutschen Autohersteller hatten Anfang August bei einem ersten Dieselgipfel in Berlin zugesagt, insgesamt gut fünf Millionen Dieselautos der Euronormen 5 und 6 mit einem Softwareupdate auszustatten, um den Schadstoffausstoß dieser Fahrzeuge zu senken. Zudem führten die Autobauer Umstiegsprämien für Besitzer älterer Dieselautos ein. Kostspielige Umrüstungen an den Motoren, etwa den Einbau neuer Systeme zur Abgasreinigung, lehnen die Konzerne ab.

Merkel sagte, wegen der Dieselaffäre gebe es eine "riesige Enttäuschung" nicht nur bei ihr persönlich, sondern auch bei den Menschen im Land. Viele Bundesbürger seien "zu Recht empört", dass die "gute Reputation" der deutschen Autoindustrie aufs Spiel gesetzt worden sei und ihren Dieselautos ein Wertverlust drohe. "Deshalb versuchen wir, mit aller Kraft hier Klarheit zu schaffen", sagte sie. Die Autobranche könne "nicht einfach zur Tagesordnung übergehen".

Die Zukunft des Diesels werde auch eine große Rolle bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) spielen, die sie am 14. September in Frankfurt am Main eröffnen werde, fügte Merkel hinzu. Ziel müsse sein, moderne Antriebstechnologien wie die Elektromobilität zu entwickeln, ohne gleichzeitig Verbrennungsmotoren zu vernachlässigen.