Merkel zeigt Bereitschaft zur Abgabe von Impfstoff an ärmere Länder

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BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich grundsätzlich bereit gezeigt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie ärmeren Ländern etwas vom deutschen Impfstoffkontingent abzugeben. "Wichtig ist, dass Impfstoff ankommt und nicht nur Geldzusagen da sind", sagte sie am Freitag nach einer Videokonferenz der G7-Staaten. "Und da kann die Frage, was können wir von unseren Dosen abgeben, eine Rolle spielen." Über Umfang und Zeitpunkt sei aber noch nicht gesprochen worden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzt sich dafür ein, dass reiche Länder vier bis fünf Prozent ihrer Impfdosen möglichst schnell an ärmere Länder abgeben. Er habe dies mit Merkel besprochen, und sie unterstütze dies, sagte Emmanuel Macron der "Financial Times".

Merkel betonte, es gehe "um eine elementare Frage der Gerechtigkeit". Allerdings seien Regierungen in demokratischen Staaten auch ihren eigenen Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und könnten in Europa produzierten Impfstoff "nicht einfach diplomatisch und geopolitisch einsetzen". Es müsse eine gute Balance gefunden werden. "Es wird also kein Impftermin in Gefahr geraten", stellte die Bundeskanzlerin mit Blick auf Deutschland klar.

Merkel wies darauf hin, dass die Bundesregierung für die globale Impfkampagne zusätzliche Mittel von 1,5 Milliarden Euro bereitstelle. Deutschland sei damit nun der größte Geber - vor den USA und Großbritannien. Die CDU-Politikerin betonte, "dass die Pandemie erst besiegt ist, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind". Solange Infektionen im großen Umfang aufträten, mutiere das Virus, was die Wirksamkeit der Impfstoffe schwächen könne. Dies gelte es zu verhindern. "Das heißt: Alle müssen teilhaben", sagte Merkel.