Wenn Merkel weg ist, wird gar nichts gut

Sebastian Christ

Im Video oben: Fast jeder zweite Deutsche will Merkels Rücktritt.

Es ist ein Satz, der in den vergangenen Jahren zu einer Art Erkennungsslogan für jene geworden ist, die glauben, dass in diesem Land etwas schief läuft: Merkel muss weg!

Man hört ihn bei der AfD oder auf Pegida-Demonstrationen in Dresden. Bei den asylkritischen Demonstrationen in Cottbus. Und man kann ihn tausendfach in den Kommentarspalten der Internetforen lesen.

Selbst ein CSU-Minister sorgte im Asylstreit für Schlagzeilen, als er bei einem Dorffest “Merkel muss weg” skandierte. Viele Beobachter des Treibens in Berlin gelangten im Machtkampf zwischen CDU und CSU zu der Annahme, es sei das erklärte Ziel von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die Kanzlerin zu stürzen. Weil mit Merkel die absolute Mehrheit im Freistaat nicht mehr möglich sein würde.

“Merkel muss weg!” – das ist für viele die Lösung all jener Probleme, die sich in den vergangenen Jahren in Deutschland angesammelt haben. Es ist eine sehr simple Denkweise, um es vorsichtig auszudrücken.

Denn nichts wird allein deswegen besser, weil die Kanzlerin stürzt. Im Gegenteil: Die Planlosigkeit, die hinter dieser Parole steht, ist bezeichnend für viele Merkel-Kritiker.

Eine Politik ohne Zukunft

Seit 13 Jahren regiert die CDU-Politikerin nun schon das Land. Während ihres ersten Bundestagswahlkampfs im Jahr 2005 hatte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass die Politikerin aus der Uckermark ähnlich lang die Bundesregierung führen könnte wie ihr einstiger Ziehvater Helmut Kohl. Und es gibt durchaus Menschen, denen es derzeit nicht schlecht geht in der Merkel-Republik.

Es gibt jedoch auch gute Gründe, gegen die Politik von Frau Merkel zu sein. Unter ihrer Führung...

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