Merkel skeptisch zu Lösung in Nord Stream 2-Streit bei Biden-Besuch

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BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel hat sich skeptisch zu einer abschließenden Lösung des Streits über die Gaspipeline Nord Stream 2 während ihres Besuchs bei US-Präsident Joe Biden geäußert. Sie werde das Thema mit Biden an diesem Donnerstag erörtern, sagte Merkel am Montag am Rande von Beratungen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Dass "die Papiere dann schon vollkommen fertig gestellt sind, das weiß ich nicht. Ich glaube es eher nicht", ergänzte sie. "Aber es werden wichtige Diskussionen zur Erarbeitung einer solchen gemeinsamen Position sein."

Selenskyj sprach sich dafür aus, eine Lösung des Streits über die von den USA und vielen EU-Ländern abgelehnte Gasleitung durch die Ostsee im sogenannten Normandie-Format gemeinsam mit Russland, Frankreich und Deutschland zu finden. Sein Land sehe seine Sicherheit durch das deutsch-russische Projekt bedroht, sagte Selenskyj, der erneut Garantien für die künftige Energieversorgung seines Landes forderte. Zugleich sprach er sich bei dem Energiethema für die Einbeziehung der USA ins 2014 gestartete Normandie-Format aus. Die USA könnten aber auch in einem anderen Format in die Suche nach einer Lösung einbezogen werden, sagte Selenskyj auf Nachfrage.

Merkel sagte, wenn man sich wieder im Normandie-Format treffen würde, "ist natürlich das Thema Energie auch für uns ein Thema, was wichtig ist". Den Rahmen des Minsker Abkommens zur Befriedung des Konflikts in der Region würde eine formelle Einbeziehung der Energiethemen allerdings sprengen. Deutschland und Frankreich hatten die gleiche Position, dass die Ukraine Energietransitland bleiben müsse.

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