Merkel im Nordkorea-Konflikt bereit zu diplomatischer Initiative

Merkel im Nordkorea-Konflikt zu Initiative bereit

Deutschland ist nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereit, sich direkt in eine diplomatische Initiative zur Beendigung des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramms einzuschalten. "Wenn unsere Beteiligung an Gesprächen gewünscht wird, werde ich sofort ja sagen", sagte die Kanzlerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Sie verwies zur Begründung auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm, an denen Deutschland neben den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat teilgenommen hatte. Es habe sich um "eine lange, aber wichtige Zeit der Diplomatie" gehandelt, die zu einem "guten Ende" gekommen sei.

"Ein solches Format könnte ich mir auch für die Beilegung des Nordkorea-Konflikts vorstellen", sagte Merkel weiter. "Europa und speziell Deutschland sollten bereit sein, dazu einen sehr aktiven Teil beizutragen",

Die USA haben für Montag eine Abstimmung über verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea im UN-Sicherheitsrat beantragt. Für Montagmorgen ist nach Informationen der "F.A.S." ein Telefonat Merkels mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgesehen. Er hatte sich gegen weiteren Druck auf Nordkorea ausgesprochen.