Merkel macht Trump für Gewalt im US-Kongress mitverantwortlich

Arne Delfs
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump eine Mitschuld an den Ausschreitungen im US-Kongress gegeben. Trump habe seit seiner Wahlniederlage im November “Zweifel am Wahlausgang geschürt” und damit “die Atmosphäre dafür bereitet, die die Ereignisse der Nacht erst möglich gemacht hat”, sagte Merkel am Donnerstagmorgen am Rande der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Berlin.

Die “verstörenden” Bilder von der Erstürmung des US-Kapitols hätten sie “wütend und auch traurig” gemacht, sagte Merkel. Die Worte des neuen gewählten Präsidenten Joe Biden und anderer führender US-Politiker bestärkten sie jedoch in der Überzeugung, dass die US-Demokratie sich als viel stärker erweisen werde “als die Angreifer und Randalierer”.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt bezeichnete das Verhalten Trumps als “absolut unwürdig.” Fälschlicherweise bezeichnete Dobrindt Trump in diesem Zusammenhang als “Ex-Präsident”. Bis zur offiziellen Amtseinführung von Biden am 20. Januar ist Trump noch offiziell im Amt.

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