Merkel kondoliert nach tödlicher Schießerei an US-Schule

Nach der Schießerei an einer High School im US-Bundesstaat Texas hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl ausgedrückt. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, sandte die Kanzlerin ein Kondolenztelegramm an US-Präsident Donald Trump, in der sie erklärte, dass sie "mit großer Bestürzung" von der "Tragödie an der Santa Fe High School" erfahren habe.

"Erneut sind Menschen in einem schrecklichen Akt der Gewalt mitten aus dem Leben gerissen worden", erklärte Merkel. Die Gewalttat habe sich "ausgerechnet an einer Schule, einem Ort, der eigentlich den Weg in das Leben ebnen soll", ereignet. "Das Mitgefühl und die Anteilnahme aller Deutschen gelten den Angehörigen und Familien der Opfer", schrieb die Kanzlerin.

Bei der Schießerei waren am Freitag zehn Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Ein 17-Jähriger soll die Tat mit einem Sturmgewehr und einem Revolver aus dem Besitz des Vaters begangen haben. Außerdem soll er Sprengstoff platziert haben. Der Verdächtige wurde festgenommen. Im Online-Netzwerk Facebook hatte der Schüler kürzlich ein Bild von sich veröffentlicht, auf dem er ein schwarzes Hemd mit der Aufschrift "Born to kill" (Geboren um zu töten) trug.

US-Präsident Trump bekundete seinen "Kummer" über die "erschreckende" Tat. "Das geht nun schon zu lange so in unserem Land", sagte er. Seine Regierung sei entschlossen, alles in ihrer Macht liegende zu unternehmen, "um unsere Schüler zu schützen, unsere Schulen zu sichern, und Waffen von denen fernzuhalten, die eine Gefahr für sich selbst und andere sind".

In den USA kommt es immer wieder zu Schießereien an Schulen. Mitte Februar hatte ein 19-Jähriger ein Massaker an einer Schule im Bundesstaat Florida angerichtet. Der inzwischen wegen Mordes angeklagte junge Mann hatte an der Marjory Stoneman Douglas High School 17 Menschen mit einem Schnellfeuergewehr erschossen und 17 weitere verletzt.

Überlebende des Massakers starteten eine Kampagne zur Verschärfung des laxen US-Waffenrechts. Solche Forderungen nach einschneidenden Reformen prallen in den USA jedoch stets auf eine breite Front von Verfechtern des Rechts auf Selbstverteidigung.