Merkel hält Laudatio auf Macron bei Karlspreis-Verleihung in Aachen

Emmanuel Macron

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird bei der Karlspreis-Verleihung an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron am kommenden Donnerstag die Laudatio auf den neuen Preisträger halten. Nach dem Festakt im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses werden Merkel und Macron zudem Grußworte an einer Bühne hinter dem Rathaus sprechen, wie Vizeregierungssprecherin Martina Fietz am Freitag in Berlin mitteilte.

Macron erhält den renommierten Karlspreis wegen seines europäischen Engagements. Der französische Staatspräsident habe "eine kraftvolle Vision von einem neuen Europa", hieß es in der Begründung des Karlspreis-Direktoriums. "Sein Eintreten für Zusammenhalt und Gemeinsamkeit und sein entschiedener Kampf gegen jede Form von Nationalismus und Isolationismus zur Überwindung der europäischen Krise" seien "vorbildhaft, im positiven Sinne ansteckend und wegweisend".

Am Rande der Veranstaltung wird es auch ein Treffen Merkels und Macrons mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko geben, der ebenfalls an der Verleihung teilnimmt. Merkel hatte bereits angekündigt, dass es bei dem kurzen Gespräch um die derzeitige Lage in der Ostukraine und möglichen weiteren Schritten gehen werde.

Macron ist der 60. Träger des Karlspreises, Merkel erhielt die Auszeichnung im Jahr 2008. Der Preis wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich in führender Position um die Einigung Europas verdient machten. Die Verleihung findet traditionell am Himmelfahrtstag statt.

Zum Namensgeber für den Bürgerpreis wurde Karl der Große, der als erster Einiger Europas gilt und im achten Jahrhundert Aachen zu seiner Lieblingspfalz erkor. Der Karlspreis besteht aus einem Geldpreis von 5000 Euro, einer Urkunde und einer Medaille.