Merkel fordert von China Marktzugang für deutsche Unternehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat von China einen besseren Marktzugang verlangt. Zudem sagte sie am Rande des Besuchs von Chinas Staatspräsident Xi Jinping "schwierige Verhandlungen" beim G20-Gipfel voraus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat von China einen besseren Marktzugang für deutsche Unternehmen verlangt. Sie habe im Gespräch mit Staatspräsident Xi Jinping deutlich gemacht, dass Deutschland von Peking "gleichberechtigt behandelt werden" wolle und beide Länder einander einen "Marktzugang ermöglichen" müssten, sagte die Kanzlerin am Mittwoch nach dem Treffen in Berlin. "Das ist für unsere Unternehmen sehr sehr wichtig", fügte Merkel hinzu.

Xi betonte, auch Peking strebe eine bessere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Finanzwesen an. Die Beziehungen beider Länder seien auf einem "Spitzenniveau". China ist der fünftgrößte Handelspartner Deutschlands. Beide Länder machten im vergangenen Jahr Geschäfte im Umfang von knapp 170 Milliarden Euro. Allerdings gab es zuletzt Spannungen, Berlin und Peking warfen sich gegenseitig Investitionshindernisse vor.

Zudem äußerte Merkel den Willen zur Weiterführung des Menschenrechtsdialogs. "Den müssen wir aus meiner Sicht auch fortsetzen und schauen, dass sich die unterschiedlichen Bereiche der Gesellschaft gut artikulieren können", sagte die Kanzlerin.

Im Anschluss wollte Merkel gemeinsam mit Xi den G20-Gipfel in Hamburg vorbereiten. Zudem standen außenpolitische Themen auf der Agenda wie die Lage auf der koreanischen Halbinsel nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas und die Rolle der Vereinten Nationen.

Am Mittwochnachmittag wollen beide im Berliner Zoo dann gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) an einem Festakt zur Übergabe von zwei Pandabären teilnehmen.