Merkel zu CDU-Führung durch Rivalen Friedrich Merz: "Das ist dann so"

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die Führung ihrer Partei durch ihren einstigen Rivalen Friedrich Merz gelassen. "Das ist dann so", sagte sie am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in Berlin. Sie sei weiter "sehr gerne CDU-Mitglied". Niemand müsse sich "Sorge um mein Seelenheil machen".

Die damalige CDU-Vorsitzende Merkel hatte Merz nach der Bundestagswahl im Jahr 2002 vom Vorsitz der Unionsfraktion verdrängt. Merz musste sich mit einem Vize-Posten begnügen und zog sich schließlich aus der Politik zurück, um in die Wirtschaft zu gehen. Ab 2018 bewarb sich Merz gegen Ende der Ära Merkel um den CDU-Vorsitz und schaffte es im Januar schließlich im dritten Anlauf auf den Posten.

Merz und sie müssten schon "ein guter Jahrgang gewesen sein", da beide gerne die Nummer eins in der CDU sein wollten, sagte die 67-jährige Merkel zu dem jahrelangen Machtkampf mit dem heutigen Parteivorsitzenden. Dies habe mit der Wahl des ein Jahr jüngeren Merz nun "eine interessante Fortführung gefunden". Sie wünsche ihm für die Aufgabe "alles Gute".

Sie habe sich auch über die jüngsten Wahlsiege in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein gefreut, sagte die Kanzlerin bei der Veranstaltung im Berliner Ensemble. Sie sei aber nun auch in der CDU "nicht mehr im aktuellen Getümmel". Sie freue sich darauf, mit ihrer langjährigen Büroleiterin Beate Baumann nun ein Buch zu schreiben, um ihr Leben einzuordnen.

mt/mkü

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