Merck KGaA zieht Verkauf des Pigmentbereichs in Betracht: Kreise

Tim Loh und Andrew Noel

(Bloomberg) -- Merck KGaA zieht unterrichteten Kreisen zufolge den Verkauf ihres Pigmentgeschäfts im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro in Betracht, während sich der Autosektor - ein wichtiger Abnehmer - abkühlt.

Das deutsche Pharma- und Chemiekonzern hat sich mit Finanzberatern und potenziellen Bietern getroffen, um das Interesse an dem Geschäft auszuloten, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. Sie baten um Anonymität, da es sich um eine vertrauliche Angelegenheit handelt.

Pigmente sind in der chemischen Branche ein heißes Thema für Übernahmen und Fusionen. Auch BASF SE und Clariant AG stellten in letzter Zeit ihre Geschäfte zum Verkauf, während die Nachfrage von Auto- und Lkw-Herstellern schwach ist. Die Vielzahl potenzieller Deals hat das Interesse von Wettbewerbern und Private-Equity-Unternehmen geweckt, die Möglichkeit sehen, die verschiedenen Vermögenswerte zu kombinieren.

Ein Merck-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Die Überlegungen befänden sich in einem frühen Stadium und es gebe keine Gewissheit, dass es zu einer Transaktion kommen werden, sagten die informierten Personen.

Das Unternehmen betreibt seine Pigmentsparte seit 60 Jahren. Heute stellte die Sparte Inhaltsstoffe für vielerlei Produkte her - von Autolacken über Lippenstifte bis hin zu Beschichtungen für Verpackungen. Die Produkte verleihen unter anderem Autolacken ihren Perlglanzeffekt.

Überschrift des Artikels im Original:Merck KGaA Is Said to Explore a Sale of Pigments Business

Kontakt Reporter: Tim Loh in Munich tloh16@bloomberg.net;Andrew Noel in London anoel@bloomberg.net

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