Merck KGaA im Aufwind: Zeit zum einsteigen?

Michel Doepke
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Merck KGaA mit Studienflop bei Hoffnungsträger – was bedeutet das für die DAX-Aktie?

In den vergangenen Handelstagen zählte die Merck-Aktie zu den stabilsten Werten im DAX und konnte sich von den Tiefständen um die Marke von 75 Euro nach oben absetzen. Für Rückenwind sorgte unter anderem eine Kaufempfehlung der Schweizer Großbank UBS, die dem DAX-Titel nach wie vor dreistellige Kurse zutraut. Pessimistischer hingegen sind die Experten von JP Morgan.

Die US-Bank kappte das Kursziel von 95 auf 90 Euro und stufte die Aktie von Merck KGaA nach wie vor mit "Neutral" ein. Für Analyst Richard Vosser seien die Konsensschätzungen für die Jahre 2018 und 2019 immer noch zu hoch. Dabei habe der Zyklus sinkender Gewinnschätzungen für den Konzern noch kein Ende gefunden. Darüber hinaus handeln die Aktien derzeit mit einem moderaten Aufschlag zum Sektor, so Vosser.

UBS sieht viel Potenzial

Die Bullen haben sich von der kritischen Analyse nicht beirren lassen. Mehr Gefallen haben Anleger offenbar an der Studie von der UBS gefunden. Für Analyst Michael Leuchten seien die Papiere zu "billig". Unverändert hält der Experte an seiner Kaufempfehlung fest und beziffert das Kursziel auf satte 115 Euro – dies entspricht rund 45 Prozent Aufwärtspotenzial. Und das für einen DAX-Konzern, der zur Zeit in einem schwierigen Fahrwasser unterwegs ist.

Abwarten

DER AKTIONÄR rät Anlegern, vorerst an der Seitenlinie zu bleiben. Charttechnisch arbeitet die Aktie zwar an einer Bodenbildung mit anschließendem Rebound. Aus fundamentaler Sicht gibt es aktuell attraktivere Pharma-Werte auf dem Kurszettel. DER AKTIONÄR favorisiert weiter die Schweizer Novartis und die britisch-schwedische Astrazeneca.