Merck KGaA: Allzeithoch fest im Visier – Sorgenkind vor Zulassung

Marion Schlegel
1 / 2
Zulassungserfolg für BB Biotech Beteiligung Neurocrine – Aktie nicht zu bremsen

Der im DAX notierte Pharmakonzern Merck kann einen weiteren Erfolg verbuchen. Wie heute bekannt wurde, hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) die beantragte Zulassung von Cladribin-Tabletten für die Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose (MS) bei Patienten mit hoher Krankheitsaktivität positiv beurteilt. Eine Entscheidung wird nun bis spätestens Ende des nächsten Quartals erwartet - in der Regel folgt die EMA den Empfehlungen des Beratergremiums.

„Die positive Stellungnahme des CHMP ist für Merck ein bedeutender Schritt und bekräftigt unsere Überzeugung, dass Cladribin-Tabletten eine potenzielle wichtige Behandlungsoption für Patienten mit Multipler Sklerose darstellen“, sagte Belén Garijo, CEO Healthcare und Mitglied der Geschäftsleitung von Merck. „Wir erwarten nun mit Spannung die Entscheidung der Europäischen Kommission und die Chance, bei der Behandlung von MS-Patienten einen Paradigmenwechsel herbeiführen zu können.“

Im Vergleich zum MS-Mittel Rebif, das Merck seit Jahren im Angebot hat, hat Cladribin den Vorteil, dass es oral in Tablettenform verabreicht wird. Das lästige Spritzen würde somit entfallen. Merck erhofft sich deswegen, Marktanteile zurückzugewinnen. Bereits vor sechs Jahren hatte Merck bereits einen Versuch gestartet, das Mittel auf den Markt zu bringen. Damals scheiterte der Konzern allerdings aufgrund von Sicherheitsbedenken. Sollte diesmal die Zulassung erfolgen, wäre dies ein großer Erfolg für Merck. Wichtig wäre insbesondere, wenn auch die Zulassung am wichtigen US-Markt gelingen würde.

Vor Kurzem bereits hatte die Aktie von Merck auf ein neues Allzeithoch bei 115 Euro markiert, war anschließend jedoch rasch unter das bisherige Rekordhoch wieder zurückgefallen. Nun scheint der Wert einen neuen Anlauf zum endgültigen Ausbruch zu starten. Noch nicht investierte Anleger können jetzt noch zugreifen. Investoren, die mit Hebelwirkung auf einen baldigen erneuten Anlauf auf die Rekordstände setzen möchten, wählen den WAVE-Call der Deutschen Bank mit der WKN DM149D, der sich auch im Hebel-Depot des AKTIONÄR befindet.