Merck & Co mit Zukauf in Deutschland – Übernahmekarussell gewinnt an Fahrt

Michel Doepke
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Nach der Milliardenübernahme von Kite Pharma durch Gilead bleibt der Bereich der Krebsimmuntherapie in Bewegung: Merck & Co, einer der führenden Firmen in der Immunonkologie, reißt sich mit Rigontec ein Biotech-Unternehmen aus Deutschland unter den Nagel. Rigontec hat seinen Sitz in München und ging erst vor drei Jahren aus der Universität in Bonn hervor.

Zunächst wird eine Vorabzahlung von 115 Millionen Euro fällig. Bei dem Erreichen von definierten Meilensteinen können weitere Zahlungen in Höhe von bis zu 349 Millionen Euro fällig werden. Noch befindet sich Rigontec in den frühen klinischen Phasen der Entwicklung im Bereich der Krebsimmuntherapie. Doch nach dem Zulassungserfolg von Novartis und dem Kite-Deal rücken interessante Firmen vermehrt in den Übernahmefokus von großen Pharma- und Biotech-Unternehmen. Die Münchner sicherten sich bislang 30 Millionen Euro von Life-Science-Investoren, darunter auch Boehringer Ingelheim und Wellington Partners.

Mit Rigontec baut die im Dow Jones gelistete Firma das Onkologie-Portfolio weiter aus. Gerade die Kombi-Therapien mit Keytruda von Merck & Co versprechen schon jetzt ein enormes Umsatzpotenzial. Auf dem diesjährigen ESMO-Kongress (European Society for Medical Oncology) in Madrid stehen wichtige Studien-Updates auf der Agenda. Und frische Impulse hat die Aktie von Merck & Co bitter nötig: Aktuell arbeitet das Papier an einer Bodenbildung.

 Seitenlinie

Auch wenn Merck & Co mit Keytruda aktuell eine der führenden Rollen in der Immunonkologie einnimmt, sollten Anleger vorerst an der Seitenlinie verharren und klare Kaufsignale abwarten. Wer dennoch auf dem ESMO-Meeting groß auftrumpfen könnte, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 37/2017 von DER AKTIONÄR.