Merck & Co auf Übernahmejagd: 160 Prozent Aufschlag!

Michel Doepke
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Merck & Co reagiert auf stagnierende Umsätze und verstärkt sich im Bereich der Immunonkologie – mit der Übernahme des australischen Biotech-Unternehmens Viralytics. Die Amerikaner sind bereit, eine Prämie von satten 160 Prozent und damit 394 Millionen Dollar zu zahlen. Und das aus einem guten Grund.

Dass Merck & Co im vielversprechenden Segment der Immunonkologie Zukäufe tätigt, ist keine Überraschung. Schließlich gehört das Immuntherapeutikum Keytruda zu den größten Wachstumshoffnungen des Pharma-Konzerns. Derzeit durchläuft der Blockbuster mehrere Kombi-Studien, darunter auch mit dem Viralytics-Mittel CAVATAK. Die beiden Firmen haben sich 2015 darauf geeinigt, Keytruda und CAVATAK gegen verschiedene Krebsarten in die klinische Überprüfung zu überführen. Jedoch befindet sich die Entwicklung bislang in einem sehr frühen Stadium. Daher ist Viralytics auch mit einem dreistelligen Millionenbetrag zu haben.

Da muss mehr kommen

Das Übernahmekarussell im Biotech-Sektor dreht sich damit weiter. Doch die kleine Akquisition wird für Merck & Co sich im Erfolgsfall erst auf lange Sicht auszahlen können. Kurz- bis mittelfristig fehlen weiter die Wachstumstreiber im Portfolio, um zu einem dynamischen Wachstum zurückzukehren. Angesichts der hohen Cash-Position von gut 20 Milliarden Dollar kann sich der Dow-Jones-Titel durchaus mit einem größeren Biotech-Unternehmen verstärken.

In der neuen Ausgabe von DER AKTIONÄR lesen Sie in einer großen Biotech-Übernahmestory, welche fünf heißen Titel in den Fokus der großen Pharma- und Biotech-Konzern gerückt sein könnten. Im Falle eines Kaufangebotes winken wie bei den prominenten Beispielen Kite PharmaJuno Therapeutics oder Ablynx satte Prämien. Das ePaper steht hier für Sie zum Download zur Verfügung.