Schumacher kritisiert Hamiltons Protest-Aktionen

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

Lewis Hamilton ist nicht nur ein begnadeter Rennfahrer, er fällt auch immer wieder mit politischen und gesellschaftlichen Statements auf.

In dieser Saison sorgte der sechsmalige Formel-1-Weltmeister mit seinem klaren Bekenntnis zur "Black-Lives-Matter"-Bewegung für Schlagzeilen.

Diese politischen Statements während der Grands Prix kommen nicht bei allen gut an. Für Ralf Schumacher gehören solche Aktionen nicht auf die Rennstrecke.

Schumacher: Hamiltons Werte sind wichtig

"Seine Werte sind ganz wichtig und er kann die auch auf Instagram und in den anderen sozialen Netzwertken vertreten - die Frage ist nur, wieso er es immer im Mercedes-Anzug und an den Rennstrecken machen muss", fragt sich der Bruder von Michael Schumacher im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1.

"Er kann polarisieren, aber er soll keine Aggressionen hervorrufen. Wenn man sich als Fahrer zu sehr auf gewisse Dinge stürzt, dann hat das eine Gefahr, das hat der Sport nicht verdient", so der ehemalige Formel-1-Pilot weiter.

Angesrochen auf die Diskussionen um die Austragung eines Formel-1-Rennens im kommenden Jahr in Saudi-Arabien sagte der 45-Jährige: "Ich bin der festen Überzeugung, dass Sport und Politik nicht miteinander verbunden werden dürfen. Und wenn, ist es schon gar nicht die Aufgabe der Fahrer."

Sollte die Formel 1 Bedenken haben, wegen der dortigen Menschenrechtssituation zu starten, müsse das der Betreiber Liberty Media tun und nicht die Fahrer. Hamilton selbst hat sich noch nicht eindeutig dazu geäußert, ob er 2021 an diesem Grand Pix teilnehmen wird.

AvD Pannenhilfe und Schutz seit 1899. Jetzt AvD Mitglied werden und 30€ Amazon-Gutschein sichern! Hier zum Angebot! | ANZEIGE

Hamilton lässt Mercedes-Zukunft offen

Beim vergangenen Rennen in Imola ließ der Brite offen, ob er überhaupt in der Formel 1 bleiben wird. (SERVICE: WM-Stand Formel 1)

Warum er sich damit befasst, bei Mercedes auszusteigen, könnte an Einsparungen bei den Silberpfeilen liegen. Das vermutet zumindest Schumacher. "Es ist sicher auch ein finanzielles Thema. Auch Mercedes wird einsparen müssen. Vielleicht will er gar nicht mehr. Vielleicht weiß er auch schon mehr", sagte der sechsmalige Grand-Prix-Sieger.

Ein Grund könne auch sein, dass Motorenchef Andy Cowell Hamiltons Team verlässt. "Das ist eine Kerntruppe von fünf, sechs Leuten, die das Team formen. Wenn da noch ein paar gehen, dann ist das nicht mehr das Team, das es mal war", sagte Schumacher. An Motivation aber mangele es Hamilton nicht.

Der 35-Jährige schickt sich in diesem Jahr an, den Rekord von Ralfs Bruder Michael von sieben Titeln zu egalisieren. Im nächsten Jahr könnte er dann alleinige Rekordchampion werden – wenn er denn weitermacht.