Menschenrechtsrat tagt zu Rohingya-Krise

Die systematische und gewaltsame Verfolgung der muslimischen Rohingya-Minderheit im südostasiatischen Myanmar könnte Völkermord sein. Dies sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, in Genf zum Auftakt einer Sondersitzung des Menschenrechtsrats über die Rohingya-Krise.

"Gewalttaten gegen die Rohingya, auch sexuelle Gewalt, ist in den wenigsten Fällen strafrechtlich verfolgt worden. Die Rohingya sehen sich selbst als eigene ethnische Gruppe, mit einer eigenen Sprache und eigenen Kultur, und von den Tätern werden sie auch als eigene Ethnie wahrgenommen. Wenn man das in Betracht zieht, kann man da daran zweifeln, dass Elemente von Völkermord gegeben sind."

Der UN-Menschenrechtsrat befasst sich auf Druck von Saudi-Arabien und Bangladesch mit der Krise. 600.000 Menschen sind nach UN-Angaben seit Ende August aus Myanmar in das Nachbarland Bangladesch geflohen.