Iran-Deal: So haben die Iraner auf Trumps Entscheidung reagiert

Leonhard Landes
Eine Frau mit ihrem Hund vor einem USA-kritischen Graffiti in Teheran.

Nach nur wenigen Stunden brennt eine US-Flagge im iranischen Parlament.

Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus verkündet, sein Land werde sich aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückziehen. Wenig später zünden Hardliner im Parlament in Teheran die Flagge an. “Nieder mit den USA”, hallt es durch den Saal.

Auch am Mittwoch sind Bilder aus der iranischen Hauptstadt zu sehen, auf denen Menschen die US-Flagge verbrennen. Fotos von Trump und Schilder, auf denen der Name des historischen Atom-Deals JCPOA steht, fallen dem Hass und den Flammen ebenfalls zum Opfer.

Die Hardliner im Iran waren von Anfang an gegen das Abkommen. Sie trauten den USA nicht und sehen sich nun in ihrer Haltung bestätigt.

Doch wie reagiert der Rest der iranischen Bevölkerung auf den Ausstieg der USA? Mit Hass? Oder mit Sorge?

Zorn in Teheran 

“Die Iraner sind wütend über Trumps Entscheidung, weil er damit die Versprechen und Verpflichtungen der USA gebrochen hat”, berichtet Mehdi Mahmoudi der HuffPost in einer E-Mail. Der 37-Jährige aus Teheran schreibt für konservative Nachrichtenagenturen und Zeitungen.

Iraner verbrennen US-Fallen vor der ehemaligen US-Botschaft in Teheran.

Die USA haben sich mit dem Wiener Atomabkommen 2015 verpflichtet, die strikten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran zu lockern. Im Gegenzug sicherte die islamische Republik zu, bis 2025 auf Atomwaffen zu verzichten.

Ein Versprechen, von dem Trump behauptet, der Iran habe es gebrochen. Der US-Präsident hat angekündigt, wieder Wirtschaftssanktionen zu verhängen.

“Die Menschen in Teheran sorgen sich ein wenig vor der Zukunft wegen der Sanktionen”, sagt Journalist Mahmoudi. Aber in den sozialen Netzwerken gebe es vor allem Aufrufe zur Einheit und zum Widerstand gegen Washington.

Mit dem Atomabkommen hoffte der Westen, die islamische Republik...

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