Melissa Reese: Sie ist das erste weibliche Mitglied von Guns N’ Roses

Rock-Ikonen und ihr frischester Neuzugang: Melissa Reese auf der Bühne mit Guns N’ Roses. (Bild: WENN.com)

Aktuell reist Melissa Reese als Keyboarderin von Guns N’ Roses um die Welt. Ihre Karriere-Anfänge hatten jedoch nur wenig mit Rock ’n’ Roll zu tun.

32 Jahre Bandgeschichte, sechs Studioalben, mehrfacher Platin-Status: Guns N’ Roses sind bis heute eine der erfolgreichsten Rockbands der Welt. Es dauerte jedoch bis zum Jahr 2016, bis die Band erstmals eine Frau in ihre Reihen aufnahm.

Melissa Reese stieß im März 2016, zwei Wochen vor Beginn der aktuellen „Not In This Lifetime“-Tour zu Guns N’ Roses. Im Gespräch mit „Cosmopolitan“ erinnert sich die Musikerin nun an ihre musikalischen Anfänge, die mit dem Klischee von „Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll“ nichts gemein haben.

„Meine Eltern haben mich in eine Montessorischule gesteckt und ich war von klein auf in einer Art Musik-Bootcamp: Nach der Schule hatte ich Klavierunterricht und Gesangstunden, ich war im Northwest-Mädchenchor, ich war 13 Jahre lang Hula-Tänzerin und sang bei Wettbewerben“, berichtet Reese.


Besonders ihr strenger Vater habe sie immer wieder dazu angetrieben, diesen Weg weiter zu gehen – und die harte Arbeit zahlte sich aus: Bereits im Alter von 13 Jahren begann die Sängerin und Pianistin, mit Songwriter und Oscar-Preisträger Tom Whitlock („Take My Breath Away“) Musik aufzunehmen.

„Ich habe nie etwas Schlimmes gemacht. Ich ging zu Partys, aber habe nie Drogen genommen oder eine Zigarette geraucht. Ich war immer sehr fokussiert auf die Musik“, erinnert sich Melissa Reese gegenüber „Cosmopolitan“. Entgegen den Wünschen ihrer Gesangslehrerin, die sich eine weitere klassische Ausbildung für die Musikerin wünschte, begann sie bald damit, Pop- und R&B-Musik zu machen.


2006 startete Reese ihre Zusammenarbeit mit dem früheren „Guns N’ Roses“-Schlagzeuger Bryan „Brain“ Mantia, mit dem sie Musik für Fernsehserien, Videospiele und Werbespots komponierte. Er stellte sie schließlich seiner ehemaligen Band vor, die 2016 einen neuen Keyboarder suchte. „Ich dachte, das wäre ein verdammter Scherz“, gesteht sie. Nach zwei Treffen war sie Teil von Guns N’ Roses und hatte anschließend zwei Wochen Zeit, knapp 50 Songs für die anstehende Tour zu lernen.

„Besonders Axl ist so stolz darauf, eine Frau in der Band zu haben“, erklärt die Musikerin. „So sehr wir auch Fortschritte bei den Frauenrechten gemacht haben, gibt es immer noch Bereiche, die ein ‘boys’ club’ sind. Ich glaube, das war mein ursprünglicher Ansporn. Ich wollte Teil des ‘boys’ club’ sein. Ich wollte sagen: Ich habe genauso viel Wissen, ich kann härter arbeiten, ich kann das genauso gut machen wie du, wenn nicht besser.“